DR. PETER BOSILJANOFF
DR. DIETER VATERRODT
DR. GABRIELE BETZL
DR. KARL-HEINZ HENNEKE
DR. AXEL SCHWARZ
PROF. DR. KARL THOMAS KORTE
PROF. DR. CHRISTIAN MEWIS


PROF. DR. ALMUTH PFORTE *

* in Praxisgemeinschaft

Diagnostik & Therapie von
Herz- Kreislauferkrankungen

Tranösophageale Echokardiogarphie

Als transösophageale Echokardiographie wird die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre (Ösophagus) bezeichnet. Der kleine Ultraschallkopf befindet sich in der Spitze einer biegsamen Schlauchsonde, die durch den Mund über den Rachen in die Speiseröhre eingeführt wird. Hier liegt sie unmittelbar hinter dem Herzen in idealer Schallposition. Dies ermöglicht die Verwendung besonders hochfrequenter Sonden mit sehr guter Auflösung für eine ausgezeichnete Bildqualität mit verbesserter Detailerkennung des Herzens sowie der großen angrenzenden Gefäße.

Diese Methode ist sehr hilfreich, wenn die übliche Ultraschalluntersuchung des Herzens von außen (Echokardiographie) durch die Brustwand keine ausreichende Diagnose gestattet wie z.B. bei sehr schlechten Schallverhältnissen von außen. Oft besteht die Notwendigkeit, bestimmte Herzklappenstrukturen genau darzustellen (z.B. bei Herzklappenentzündung - Endokarditis, Papillarmuskelabriss) oder im Rahmen der Suche nach Emboliequellen (bei Schlaganfall oder vor einer Elektrokardioversion) das linke Herzohr, eine Struktur im linken Vorhof, die von außen nicht zu beurteilen ist, genau darzustellen, um mögliche Gerinnsel zu erkennen.
Nach Gabe eines Kontrastmittels in die Vene können mögliche Öffnungen, insbesondere in der Vorhofscheidewand, genau dargestellt werden, die ohne Behandlung das Risiko des Übertritts von Gerinnseln mit der Folge von Schlaganfällen beinhalten (diese sog. Vorgofseptumdefekte können mittlerweile kathetertechnisch unter TEE-Kontrolle verschlossen werden).